Fair Play Arena endlich komplett – Sportlerheim am 30. April 2016 feierlich wiedereröffnet

Offiziell wurde „nur“ die Wiedereröffnung des Sportlerheims der Fair Play Arena gefeiert, tatsächlich war es aber viel mehr, nämlich der Abschluss einer Gesamtkonzeption für eine hochmoderne Sportstätte, die ohne ein saniertes Sportplatzgebäude ein Torso geblieben wäre.

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Im Juni 2011 wurde die umgebaute und modernisierte Zentralsportanlage der Ver-bandsgemeinde Obere Kyll ihrer Bestimmung übergeben und in „Fair Play Arena Obere Kyll“ umbenannt. Damals gab es aber keine Finanzierungsmöglichkeit für das nach über 30 Jahren ebenfalls sanierungsbedürftige Sportplatzgebäude. Erst nachdem aus hygienischen Gründen die Sperrung drohte, konnte das Projekt mit Zustimmung der Kommunalaufsicht in Haushalt 2015 der Verbandsgemeinde ein-gestellt werden – auf der Grundlage eines vorsorglich bereits entwickelten „Schubla- denprojekts“. Nachdem der Bescheid über die Landesförderung (70.000 €).) vorlag, konnte im Juni 2015 mit dem Umbau begonnen werden. Die Erstellung externer Geräteräume, um Platz im Hauptgebäude zu gewinnen, war da schon über die Bühne gegangen. Die Gesamtkosten des Projekts „Sportlerheim“ lagen bei ca. 200.000 €, an denen sich die Vereine mit ca. 60.000 € beteiligten.

So hatte man nun das große Ziel erreicht, das sich über mehrere Bauabschnitte (Gesamtkosten ca. 1,2 Mio. Euro) über 8 Jahre hingezogen hatte und in das die die Anlage nutzenden Vereine sich mit 160.000 € eingebracht hatten. Sie werden nun durch den „Förderverein Fair Play Arena Obere Kyll e.V.“ vertreten, der sich im Juli 2015 gründete um die Interessen der Vereine auch nach der kommunalen Gebiets- reform zu wahren. Denn da ist noch vieles offen.

Bürgermeisterin Diane Schmitz konnte unter den mehr als 100 Festgästen viel Prominenz aus Sport und Politik begrüßen, darunter auch die Landtagsabgeord-neten Gordon Schnieder (CDU) und Astrid Schmitt (SPD). A. Schmitt war es, die 2009 in Mainz die Brücken für das große Sportstättenprojekt gebaut hatte Die Bürgermeisterin dankte allen, die an der Sanierung des Sportlerheims als letzten Bauabschnitt des Gesamtprojekts mitgewirkt hatten. Außerdem enthüllte sie die am Gebäude angebrachte Schautafel „Der lange Weg zur Fair Play Arena“.

2016 05 eroeffnung02Für den Förderverein bedankte sich Walter Schmidt insbesondere bei den Vorstandskollegen und den vielen Helfern am Bau, wodurch es gelungen sei, die Belastung der Vereine in Grenzen zu halten. Aber auch bei allen, die finanzielle Hilfe leisteten. Sein Appell an die Sportler: Ein Verantwortungsbewusster Umgang mit Sportstätte und Gebäude, schließlich seien nicht nur öffentliche Gelder geflossen, sondern es steckt sehr viel Arbeit und Herzblut „Ehrenamtlicher“ dahinter. Sein besonderer Dank ging an Projektleiter Edgar Steffes, den die vielen Wünsche hin-sichtlich der Gestaltung des Gebäudes manchmal fast zur Verzweiflung gebracht hätten.

Grußworte sprachen Sportkreisvorsitzenden Friedbert Wißkirchen (Daun) sowie Walfried Hacken (Bleialf) als Vorsitzender des Fußballkreises Eifel. Beide brachten ihre Anerkennung für das vorbildliche Engagement der Verbandsgemeinde und der Vereine zum Ausdruck für die Realisierung einer hochmodernen Sportanlage, die längst zum Mittelpunkt des sportlichen Geschehens an der Oberen Kyll geworden sei. Auch die Bedeutung der Anlage für den Schulstandort Jünkerath blieb nicht unerwähnt.

2016 05 eroeffnung03„Meilensteine“, so überschrieb Heinz Reifferscheid seinen Rückblick auf die Entstehung der „Zentralsportanlage“ und den dornenreichen und letztlich auch glücklichen Weg zur heutigen „Fair Play Arena“. Er hatte das Geschehen stets mit seinem Verein VfL 09 Jünkerath und dessen erfolgreicher Leichtathletikabteilung an vorderster Front begleitet, dies seit 1975.

Zum Abschluss des offiziellen Teils der Feier wurde Reifferscheid, der nun nach über 54 Jahren als Ehrenamtler die sportliche Bühne aufgrund einer schweren Erkrankung verlassen muss und bereits Anfang Dezember 2015 den Vorsitz im VfL 09 Jünkerath niederlegte, mit vielen Ehrungen bedacht. Allen war bewusst, ohne dessen unermüdlichem Einsatz wäre die „Fair Play Arena“ ein unerfüllter Wunsch-traum geblieben.

Wie schon bei der Eröffnung der Fair Play Arena im Juni 2011 spielte der Wettergott auch dieses Mal nicht mit. Es musste improvisiert werden. Das gesamte Rahmen-programm (Zirkus Salentin, Volleyball) mit Ausnahme der Bildergalerie fiel förmlich ins Wasser.   Aber unter Regie von Walter Schmidt und seinem Helferteam wurde das Beste aus der Situation gemacht. Das Blasorchester Obere Kyll unter Regie von Guido Kaufmann füllte mit gekonnten Vorträgen die entstandenen Lücken. Natürlich konnten sich alle Gäste beim Rundgang auch davon überzeugen, dass die Sanier-ung des Sportlerheims in ganz hervorragender Weise gelungen ist.

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